Supermond: Was ist das und wann ist der nächste?

Wenn der Mond unserer Erde besonders nahe kommt, erscheint er deutlich größer als gewöhnlich. Wenn ein solches Ereignis mit dem Neumond oder dem Vollmond zusammenfällt, redet man umgangssprachlich vom sogenannten Supermond.


Wann wird der nächste Supermond erwartet?

Der nächste Supermond lässt gar nicht mehr lange auf sich warten: Bereits um den 09. März 2020 können wir ihn bewundern. An diesem Tag erreicht der Mond die Vollmondphase genau um 18:47 Uhr MEZ. Am 10.03.2019 um 07:30 Uhr MEZ hat er dann die geringste Entfernung zur Erde.


Definition: Supermond

Der Ausdruck Supermond ist in der Astronomie kein anerkannter Begriff, sodass es auch keine offizielle und klare Definition dieses Phänomens gibt. Vielmehr wurde der Begriff Supermond (englisch: Super Moon) im Jahr 1979 von dem Astrologen Richard Nolle geprägt. Der Wissenschaftler verfolgte die These, dass bei einem Super Moon die Wahrscheinlichkeit von Erdbeben und Vulkanausbrüchen erheblich größer sei, als wenn die Erde große oder mittelgroße Abstände zum Mond aufweist.

Es gibt allerdings trotzdem eine offizielle Definition. Die aktuellen Berechnungen, die allgemein gelten, basieren auf folgenden Grenzwerten:

Als Supermond wir ein Neumond oder ein Vollmond bezeichnet, der eine maximale Entfernung von 360.000 Kilometer zum Erdmittelpunkt aufweist. Ein Minimond ist hingegen ein Neu- oder Vollmond, der vom Erdmittelpunkt mehr als 405.000 Kilometer entfernt ist.


Durch Mondtäuschung wirkt der Mond noch größer

Steht der Supermond kurz vor Monduntergang oder direkt nach Mondaufgang knapp über dem Horizont, wirkt er besonders spektakulär und fotogen. Dafür sorgt ein psychologisches Phänomen, was allgemein als Mondtäuschung bezeichnet wird, für das riesige Erscheinungsbild des Mondes.

Aufgrund der geringen Entfernung zur Erde erscheint ein Super-Vollmond knapp 7 Prozent größer am Nachthimmel, als ein normaler Mond. Verglichen mit einem Minimond besitzt er sogar einen 12 bis 14 Prozent größeren Durchmesser.

Doch der Mond sieht nicht nur größer aus, sondern auch heller. Obwohl die Mondoberfläche nicht wirklich heller ist, kann etwa 30 Prozent mehr Mondlicht die Erde erreichen. Der Grund ist relativ einfach: Aus unserer Perspektive ist die sichtbare Mondoberfläche etwa 30 Prozent größer als normalerweise. Dementsprechend kann sie so auch mehr Sonnenlicht an uns weiterleiten.


Wie entsteht ein Super Moon?

Der Mond befindet sich in einer elliptischen Umlaufbahn um die Erde. Das bedeutet, dass sich ständig die Entfernung ändert, die Erde und Mond zueinander aufweisen. Je nachdem, wo sich der Erdtrabant auf seiner 29-tägigen Umlaufbahn gerade befindet. Durchschnittlich beträgt die Entfernung etwa 382.900 Kilometer. In der Astronomie werden dafür die beiden Fachbegriffe Perigäum (kleinste Entfernung zwischen Mond und Erde) und Apogäum (größte Entfernung zwischen Mond und Erde) verwendet.

Fällt der Vollmond in etwa mit dem Perigäum des Mondes zusammen, wird dies als Super-Vollmond bezeichnet. In einigen Fällen sprechen Experten auch von dem sogenannten Super-Neumond. Dies ist immer dann der Fall, wenn sich der Mond zum besagten Zeitpunkt in der Neumondphase befindet. Trotz seiner geringen Entfernung zur Erde bleibt der Super-Neumond für uns unsichtbar. Den nächsten Super-Neumond findet am 30. August 2019 um 12:37 Uhr MEZ statt.


Wussten Sie schon…?

Zu guter Letzt möchten wir Ihnen noch zwei beeindruckende Tatsachen mit auf den Weg geben:

– Der Super Moon verstärkt die Gezeiten. In erster Linie werden die Gezeiten nämlich durch die Anziehungskräfte der Sonne und des Mondes ausgelöst. Der Tidenhub ist bei Neu- und Vollmond besonders groß, wenn Sonne und Mond in etwa eine Linie mit unserer Erde bilden. Diese Phänomene werden allgemein auch Springflut oder Springtide genannt. Wird eine solche Springtide durch einen Supermond ausgelöst, ist aufgrund der geringen Entfernung der Unterschied zwischen Ebbe und Flut in der Regel noch größer.

– Mit der Zeit vergrößert sich die durchschnittliche Entfernung zwischen Mond und Erde. Pro Jahr entsteht jedoch nur eine Abweichung von etwa vier Zentimetern.