Warum geht der Mond immer woanders auf?

Warum geht der Mond immer woanders auf?

Wer schon mal mehrere Tage hintereinander den Aufgang des Mondes beobachtet hat, wird sicherlich festgestellt haben, dass unser Erdtrabant fast jeden Abend an einer anderen Stelle am Nachthimmel erscheint. Aber warum ist das so? Warum geht der Mond immer woanders auf? In dem folgenden Artikel klären wir die Frage!

Der Mondaufgang: Warum geht der Mond immer woanders auf?

Die Antwort auf die Frage „Warum geht der Mond immer woanders auf?“ , ist nicht schwer zu beantworten. Der Grund dafĂĽr liegt nämlich schlicht und ergreifend in der Rotation der verschiedenen Himmelskörper. Von der Erde aus betrachtet scheinen sich die verschiedenen Objekte am Himmel jede Nacht von Ost nach West zu bewegen. Dies liegt daran, weil sich unser Planet um die eigene Achse dreht. Die Sterne am Himmel bewegen sich nicht und werden daher auch als Fixsterne bezeichnet. Allerdings wandert der Mond mit der Erdrotation um unsere Erde, sodass wir beobachten können, wie sich der jeweilige Abstand des Mondes zu den Fixsternen von Nacht zu Nacht ändert.

Die Bewegungen des Mondes; Warum geht der Mond immer woanders auf?

Wer den Mond genau beobachtet, kann zwei gegenläufige Bewegungen feststellen:

1. Von Ost nach West mit den Sternen
Die Erde dreht sich „unter“ dem Mond, sodass unser Erdtrabant mit den scheinbaren Drehbewegungen des Sternenhimmels in Richtung Westen mitgeht. Wie auch alle anderen Himmelsobjekte geht der Mond also im Osten auf, er erreicht im SĂĽden seinen Höchststand und versinkt schlieĂźlich wieder am westlichen Himmel. Diese scheinbare Bewegung, wird durch die Eigendrehung unserer Erde hervorgerufen, da sich unser Planet kontinuierlich ostwärts dreht.

2. Der Erde hinterher und den Sternen entgegen – der schnelle Mond
Der Mond hat allerdings zugleich auch eine Eigenbewegung, denn er umkreist ostwärts mit exakt 1.023 Metern pro Sekunde die Erde. Damit hat er die gleiche Richtung wie die Erde und läuft also ein Stück in Richtung des Firmaments: Im Laufe einer Nacht können wir von der Erde aus beobachten, wie er sich langsam nach links bewegt. Pro Stunde entfernt sich der Mond in etwa um seinen eigenen Durchmesser.

Die Mondbahn ist kein Kreis

Die Bewegung, die der Mond um die Erde macht, ist nicht kreisförmig, sondern ellipsenförmig. Der Abstand vom Mond zur Erde ändert sich also, je nachdem, auf welchem Zeitpunkt der Ellipse sich der Erdtrabant gerade befindet. Damit ist die Tagesbahn des Mondes also mal kürzer und mal länger. Genau dies ist auch der Grund dafür, dass er täglich an einer anderen Position des Himmels aufgeht.