Woran erkennt man, ob der Mond zu- oder abnehmend ist?

Zu bestimmen, ob der Mond sich momentan in seiner zunehmenden oder in seiner abnehmenden Phase befindet, kann uns eine Menge darüber sagen wo der Mond in Verbindung zur Sonne und zur Erde steht oder wie sich die Gezeiten bewegen. Wir erklären in diesem Artikel, woran man erkennen kann, ob der Mond zu- oder abnehmend ist.

Zu- oder abnehmender Mond?

Um sich zu merken, welche Mondphase der Erdtrabant derzeit durchläuft, gibt es einige nette Eselsbrücken. Allerdings ist die Vorgehendweise abhängig davon, ob sich der Betrachter auf der nördlichen oder der südlichen Erdhalbkugel befindet:

Auf der nördlichen Halbkugel erkennen, ob der Mond zu- oder abnehmend ist

Der Mond nimmt von links nach rechts zu. Während des Zu- und Abnehmens werden verschiedene Bereiche des Mondes von der Sonne beleuchtet. Für einen Beobachter auf der nördlichen halbkugel sieht dies so aus,. als würde der helle Teil des Erdtrabanten von rechts nach links so lange wachsen, bis er voll ist. Anschließend wird er wieder von rechts nach links kleiner.

Während der zunehmende Mond auf der rechten Seite beleuchtet wird, ist ein abnehmender Mond auf der linken Seite hell. Hält der Beobachter seine rechte Hand mit ausgestrecktem Daumen hoch, sodass seine Handfläche in Richtung des Himmels weist, bilden Zeigefinger und Daumen ein umgekehrtes C. Passt der Mond in diesen Bogen hinein, handelt es sich um einen zunehmenden Erdtrabanten. Wird das Gleiche mit der linken Hand durchgeführt und der Mond fügt sich in den Bogen des C`s ein, ist er hingegen abnehmend.

Die Eseslbrücke D, O & C

Um eine Eselsbrücke zu bauen und zu unterscheiden, ob der Mond zu oder abnehmend ist, kann man die Form der Buchstaben D, O und C hervorragend nutzen, denn der Mond folgt in seiner Beleuchtung immer dem gleichen Muster.

* Abnehmender Halbmond: Der Mond sieht aus wie ein D.
* Vollmond: Der Mond sieht aus wie ein O.
* Im dritten Viertel: Der Mond sieht aus wie ein C.

– Ein Sichelmond hat die Form eines umgekehrten C: Er ist zunehmend.
– Ein Halb- oder Dreiviertelmond hat die Form eines D: Er ist zunehmend.
– Ein Halb- oder Dreiviertelmond hat die Form eines umgekehrten D: Er ist abnehmend.
– Ein Sichelmond hat die Form eines C: Er ist abnehmend.

Auf der südlichen Halbkugel bestimmen, ob der Mond zu- oder abnehmend ist

Der Mond auf der südlichen Halbkugel wird nicht links nach rechts beleuchtet, bis er voll ist und wird dann wieder von links nach rechts kleiner. Wird der Erdtrabant auf der linken Seite angeleuchtet, handelt es sich um einen zunehmenden Mond. Wird er hingegen von rechts beleuchtet, ist er abnehmend. Hält man hier wieder die Handfläche mit ausgestrecktem Daumen in Richtung Himmel, ist der Mond abnehmend, wenn der Bogen in das C passt. Bei einem zunehmendem Mond passt der Bogen hingegen in zur linken Hand.

Die Eseslbrücke D, O & C

Auch hier lässt sich wieder gut eine kleine Eselsbrücke bauen, um dem Gedächtnis etwas auf die Sprünge zu helfen. Im Gegensatz zur Bestimmung auf der nördlichen Halbkugel funktioniert diese Merkhilfe genau im Umkehrschluss. Das bedeutet, dass der Mond auf der südlichen Halbkugel die gleichen Phasen durchläuft, allerdings die Buchstaben, die ein Zu- und abnehmen anzeigen, in umgekehrter Reihenfolge korrekt sind:

– Der Halb- oder Dreiviertelmond hat die Form eines umgekehrten D: Er ist zunehmend.
– Vollmond: Er hat die Form von einem O.
– Der Halb- oder Dreiviertelmond hat die Form eines D: Erist abnehmend.
– Ein Sichelmond hat die Form eines umgekehrten C: Er ist abnehmend.

Woran erkennt man, ob der Mond zu- oder abnehmend ist?: Eine weitere Regel

Ob der Mond zu- oder abnehmend ist, kann man auch an folgender Regel festmachen, zumindest wenn man sich in Deutschland beziehungsweise auf der Nordhalbkugel der Erde aufhält:

? = ) „Klammer zu“ = zunehmend
? = ( „Klammer auf“ = abnehmend